Valentin Karlstadt Musäum Valentin Karlstadt Fledermaus Valentin Karlstadt Flieger
Collage

Karl Valentins Volkssängertafeln, Tafel 53, Einzelne Volkssänger

1927
Liesl Karlstadt, Ludwig Greiner, Foto Hilbinger & Co, München, Fritz Witzig, Atelier für Photographie, München, Georg Pettendorfer, Karl Valentins Volkssängertafeln, Tafel 53, Einzelne Volkssänger, 1927
Herstellung / Ausführung
Liesl Karlstadt
Herstellung / Ausführung
Ludwig Greiner
Datierung
1927
Objektart
Collage
Material
Fotografie auf braunem Karton
Maße
36 cm x 26,5 cm
Personen / Institutionen
Karl Valentin (aus dem Besitz von)
Inventarnummer
V00190/53
Titel / Kurzbeschreibung
Karl Valentins Volkssängertafeln, Tafel 53, Einzelne Volkssänger
Werktext

Zu jeder Tafel seiner Volkssängersammlung verfasste Karl Valentin eine Namensliste. Zu einigen Künstler*innen schrieb er Kommentare:

„1 Landshammer

2 Brandstetter

3 Brauneis, früher Opernsänger, glänzender Bariton, der noch im Hoftheater Lieder zur Laute sang, allerdings im 4. Jahr 10 im vorigen Jahrhundert. Und bis an sein Lebensende mit seiner erblindeten Frau und seinem treuen Kollegen Julius Mama seine Vorstellungen gab.

4 Liebe Karl

5 Maxstadt Karl

6 Karl Julius Schaak, Schaaky, im Volksmund »Tschako« genannt. Er war wohl von allen Münchner Volkssängern der originellste. Nicht als Leister sondern in seiner Art. Er verdient wohl im wahrsten Sinne das Prädikat eines Münchner Originals. Er trug stets Zylinder, hoch geschlossenen Rock, den damals modernen Stehkragen und Brille und machte den Eindruck eines katholischen Geistlichen. Alte Leute grüßten ehrfurchtsvoll, Kinder küssten ihm die Hände. Er war eine Mischung aus »Münchhausen«, »Don Quichote«, »Eulenspiegel« und »Vetter Lüg«. Sprach mit jedem Menschen ohne ein Wort zu können alle existierenden Sprachen ohne natürlich verstanden zu werden. Hatte die Stirne, wenn jemand zu ihm sagte: »Ich versteh sie nicht«, zu sagen: »Wär net wild«, »Sprechen's nur zu, ich helf Ihnen schon drauf«. Man könnte Bücher über ihn schreiben. Seine Sprüche und Taten waren zum Totlachen. Und es ist jammerschade, wenn seine Memoiren nicht der Nachwelt erhalten bleiben. Er starb im Jahre 1891.

7 Königshöfer

8 Hotz Max (Zitherspieler)

9 Der alte Jägler. Der letzte Überlebende der vor Jahrzehnten bekannten »Alt-Münchner« der seine Gewohnheit an der Nase zu wetzen zu seinem Vorteil ausgezeichnet auszunützen verstand. Auch er ist schon längst dahingegangen.

10 Reichlinger

11 Hilpert

12 Georg Kuttner. Ein Vielseitiger Künstler, er war Zauberer, Mimiker, bekannt durch seine originellen selbst gefertigten Schablonen. Sein petrographisches Museum (er Wusste nämlich aus selbstgesuchten Isarsteinen durch künstlerische Übermalung alle erdenklichen Früchte, Pflanzen selbst menschliche Ge

Creditline
Valentin-Karlstadt-Musäum, München
Zitiervorschlag / Permalink

Liesl Karlstadt, Ludwig Greiner, Foto Hilbinger & Co, München, Fritz Witzig, Atelier für Photographie, München, Georg Pettendorfer, Karl Valentins Volkssängertafeln, Tafel 53, Einzelne Volkssänger, 1927, Fotografie auf braunem Karton, 36 cm

x 26,5 cm, Valentin-Karlstadt-Musäum, München


https://www.valentin-karlstadt-musaeum.de/sammlung-online/objekte/objekt/karl-valentins-volkssaengertafeln-tafel-53-einzelne-volkssaenger-6006155